StudiVZ Spots – die Fortsetzung

Es ist nun ein paar Tage her als ich über die gar nicht so lustigen Spots schrieb die, so hatte es den Anschein, Teil einer viralen Marketingkampagne für das StudiVZ werden sollten. Seitdem hat sich natürlich etwas getan und in vielen Blogs wurde darüber geschrieben — auch der Spiegel berichtete. An dieser Stelle möchte ich versuchen, einen zusammenfassenden Überblick zu geben.

Ausgangspunkt waren bekanntlich drei Videos mit den Namen “Dicke Kinder sind schwerer zu entführen”, “Geile Frauen scheißen nicht” und “Vegetarier essen meinem Essen das Essen weg”. Bei off the record gab es dazu am 1. August einen Beitrag inklusive der Videos. Jedoch:

Bis vor kurzem stand an dieser STelle eine wirklich gute Geschichte über StudiVZ plus Spots. Doch nun gibt es derzeit diverse (juristische) Bedenkenträger. Wir checken das – morgen früh wird es bestimmt sowohl Spots als auch Text von Olaf zu sehen/lesen geben.

Der Beitrag wurde also erstmal wieder zurück genommen. Am nächsten Tag wurde er mit Bildschirmfotos wieder eingestellt. Zusammen mit den Titeln der Spots ließen die Bilder nichts wirklich gutes erahnen. Das erklärt wohl auch die vielen Reaktionen in der Blogosphäre, obwohl noch keine bewegen Bilder zu sehen waren. (Siehe 1, 2, 3, 4, 5 oder besser hier)

Ein paar Tage später, am 7. August 2007, konnte man auf boocompany.com auch die bewegten Bilder zu einem der Spots begutachten. Das Video blieb aber nicht lange online. Schon am nächsten Tag wurde der Spot wieder entfernt. Aufgrund von anwaltlichem Druck, wie zu lesen ist. (Siehe 1, 2 und 3)

Auch hier erfolgte die Reaktion in den Blogs sofort. So schreibt der Werbeblogger:

Diese juristische Kapriole ist für mich der entlarvende Beweis für die Unkreativität und Humorlosigkeit einer deutschen Online-Kreativagentur, die nun auch auf das Recht der Meinungsäußerung und Satire pfeift, vor dem sie sich zuvor verstecken wollte.

Für weitere Reaktionen auf die Abmahnung siehe 1, 2, 3 und 4.

Die bislang neuste Meldung zum Thema ist die Antwort von StudiVZ auf eine Anfrage bezüglich der viralen Marketingkampagne:

StudiVZ ist ein junges und kreatives Unternehmen, das in der Vergangenheit durch provokante Kampagnen durchaus Anlass zu Diskussionen gegeben hat. Allerdings sind die Videos, die aktuell Gegenstand der Diskussion sind, ohne Prüfung und Autorisierung von studiVZ veröffentlicht worden. Der interne Entscheidungsprozess zur Durchführung internationaler Marketingmaßnahmen dauert derzeit noch an, daher ist noch offen ob und in welcher Form studiVZ zu einem späteren Zeitpunkt eine virale Kampagne durchführen wird.”

Die bislang einzige, von mir auffindbare Reaktion findet sich hier. Spannend bleibt der weitere Verlauf der Geschichte — und natürlich, ob die Spots in der Zukunft tatsächlich noch zu (viralen) Werbezwecken verwendet werden. :)

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