Rita und der Teufel

Morgen um 14:00 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit wird der Hurrikan Rita aller Vorraussicht nach die Küste der USA erreichen. Heute morgen habe ich irgendwo aufgeschnappt das es angeblich der drittstärkste Hurrikan in der Geschichte der USA sei. Auch der Stufe 5 Hurrikan vom August, Katrina, gilt in der Geschichte der Vereinigten Staaten als eine der schlimmsten Naturkatastrophen.

Leider sind auch viele amerikanische Bürger in Sachen Umwelt einfach nur merkbefreit. Die geistliche Sippe predigt ihnen, so zumindest nach dem Hurrikan Katrina, von der »Strafe Gottes« und vom Teufel. Für ein großteil der Amerikaner ist das sicherlich eine plausible Erklärung des Unrechts, welches ihnen wiederfährt. Auch die Regierung wird eher bekanntgeben lassen, ein Schurkenstaat erzeuge mit einer geheimen Waffe diese Hurrikans und lenke sie auf die USA, als eine ernsthafte und ehrliche Diskussion über Klimaschutz und Global Warming Potenzial zu starten.
Mangelndes Geschick beim Krisenmanagement hat die Bush-Administration schon nach dem Krieg im Irak an den Tag gelegt. Die Fähigkeiten dieser Regierung liegen wohl eher im Bereich »Bombenwerfen« und »Panzerfahren«. Gegen einen Hurrikan hilft das aber auch nicht weiter. Die Unterzeichnug des Kyoto-Protokolls wird definitiv wegen der hohen Belastung der Wirtschaft abgelehnt. Gut, das Protokoll wurde durch viele Instanzen ziemlich verwässert, aber es wäre vor allem einmal ein Signal.
Die Lobby wird das aber wohl weiterhin, auch wenn noch ein dutzend Hurrikans die Küsten verwüsten, die Unterzeichnung zu Verhindern wissen. Vielleicht fehlt auch die kritische Öffentlichkeit sowie die Einsicht das ein kleiner Wandel der Gewohnheiten — weg vom 12-Liter Familien-LKW — nötig sein wird.

Nach Katrina lief, ich glaube im WDR, ein interessanter Bericht. In den vierteln der Städte, wo überwiegend schwarze Menschen leben, sah auch eine Woche nach Katrina alles so aus wie am Tag danach. Die Bewohner dort haben kein Geld um sich zum Beispiel eine Motorsäge zu leisten. In den Stadtteilen wo die wohlhabende, weisse Kaste residiert waren schon seit Tagen Arbeiter mit Sägen und schwerem Gerät die Schäden am beseitigen. Dank Versicherungen, welche sich die Armen nicht leisten können. Ein Fazit welches ich aus dem Bericht ziehen konnte war: die Trennung von Schwarz und Weiss ist in Amerika immer noch vorhanden, auch wenn die Regierung diese schon als Vergangenheit bezeichnet hat. Ausserdem treffen solche Katasrophen immer die Falschen.

Rita sollte der Bush-Ranch mal einen Besuch abstatten.

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3 Reaktionen auf “Rita und der Teufel”

  1. ok schrieb:

    Naja Bush is sicher gut versichert…

  2. CHE schrieb:

    Die Idee mit der Strafe Gottes ist doch eigentlich nicht so schlecht.
    Sollen sie doch glauben das Gott sie bestraft weil sie die Umwelt nicht schützen :)

  3. Jorg schrieb:

    “Auch die Regierung wird eher bekanntgeben lassen, ein Schurkenstaat erzeuge mit einer geheimen Waffe diese Hurrikans und lenke sie auf die USA,”

    Aus Regierungskreisen habe ich das noch nicht gehoert, aber ein Meteorologe gibt der japanischen Mafia die Schuld:
    http://www.foxnews.com/story/0,2933,170064,00.html

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